Kein Licht

Ich hetze durch einen Tunnel, an dessen Ende kein Licht ist. Über mir der Himmel, blau, wolkenlos, die Sonne scheint. Ich schlendere durch die Nacht. Dort sitzt du auf einer Wiese. Mitten in einem klaren See, dem eine Insel fehlt. Der Regen wäscht dein Gesicht, als du mir zuwinkst, Tränen auf deinem Lächeln. Ich renne dir entgegen, du läufst auf mich zu. Der Abstand vergrößert sich. Ich schreie unhörbar, du schweigst in vollen Tönen. Erwachend bade ich den Schweiß. Ein Tunnel. Kein Licht.

Nach Eleonore Wittke: Kurzprosa schreiben, Sieben Verlag

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