Staub

Das Folgende hat eine Schreibübung zum Anlass, die zu einem extra für solche Übungen eingerichteten Newsletter gehört.

Der Newsletter bietet Theorie und praktische Übungen. Der theoretische Teil soll Schreibanfängern nach und nach das Handwerk des Schreibens nahebringen und ist dafür meiner Meinung nach zumindest bedingt geeignet. Wertvoll sind aber vor allem die Übungen (soweit ich mich bisher damit beschäftigt habe). Sie können bisher ungeübten Schreibern regelmäßig die Möglichkeit geben, sich praktisch zu schulen. Aber auch für fortgeschrittene Autoren können sie interessant sein. Mir dienen sie als Schreibanlass, um das Texten und Schreiben so vielfältig wie möglich zu trainieren.

Natürlich werde ich aber weiterhin in diesem Blog nur meine Lösungsversuche der Aufgaben einstellen, den vollkommen kostenlosen Newsletter mit den Aufgaben findet ihr unter folgendem Link: Schreibaufgabe.de

Heute geht es um Cluster. Und um Staub:

Sabine stöhnte. Nun hatte sie schon den ganzen Tag die Wohnung aufgeräumt. Ein Chaos! Nur noch staubsaugen. Zu mehr war sie heute nicht mehr in der Lage. Am liebsten hätte sie sich auch darum gedrückt, aber der Teppich erstickte im Dreck.

Als sie endlich fertig war, entschied sie sich, in den Garten zu gehen, um dort ein bisschen auszuspannen. Den Müll könnte sie gleich mitnehmen. Sie schnappte sich den Eimer und eine Flasche Wasser.

Ein Spatz flog davon, als sie es sich auf der Liege bequem machte. Sie sah dem Vogel hinterher, beobachtete eine Biene, die fleißig die Blumen bestäubte. Ein Fahrradfahrer auf dem Weg in den Wald grüßte freundlich, ein Läufer, der von dort kam, war offenbar zu erschöpft, um sie überhaupt zu bemerken.

Sie blinzelte in die Abendsonne. Der ganze schöne Tag war an ihr vorbeigezogen, während sie die Wohnung auf Vordermann gebracht hatte. Nun zeigten sich am gerade noch blauen Himmel die ersten dunklen Wolken. Bald würde es regnen. Der Wetterbericht hatte ein Unwetter vorhergesagt.

 Als sie sich ins Auto setzte, spürte sie, dass der Sturm in ihrem Innern noch immer tobte. Sie kam sich vor, als mache sie sich aus dem Staub. Wie konnte sie sich so über ihre Mutter ärgern, nur weil sie ihr einen Tag geraubt hatte?  Über eine Tote!

Sie hörte fernes Donnergrollen, sah einer mondlosen Nacht entgegen.

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